Mindestmaße und Schonzeiten

Im Fischereigesetz NRW von 1998 lautet der Paragraph 5: "Bei der Ausübung des Fischfangs sind die gesetzlichen Bestimmungen, insbesondere die über Mindestmaße und Schonzeiten strikt zu befolgen." Daher findet ihr hier die aktuellen Daten.

Bachforelle

Mindestmaß: 35 cm
Schonzeit: 1. Oktober bis 20. März

Regenbogenforelle

Mindestmaß: 35 cm
Schonzeit: 1. Oktober bis 20. März

Bachsaibling

Mindestmaß: 30 cm
Schonzeit: 1. Oktober bis 20. März

Äsche

Mindestmaß: 35 cm
Schonzeit: 1. März bis 30. April

Aal

(gilt nur im Rhein und seinem Einzugsgebiet)
Mindestmaß: 40 cm
Schonzeit: ---

Hecht

Mindestmaß: 50 cm
Schonzeit: 15. Februar bis 15. Mai

Karpfen

Mindestmaß: 35 cm
Schonzeit: ---

Das Tierschutzgesetzt untersagt eindeutig die gängige Praxis des "Catch & Release" bei maßigen Fischen. Zur Begründung heißt es, dass einem Fisch (und natürlich auch anderen Lebewesen) kein unnötiger Schmerz zugefügt werden darf. Unnötig ist der Schmerz laut Gesetzgeber im Fall der maßigen Fische, da die Tiere anschließend keiner sinnvollen Verwertung (Verzehr oder Verarbeitung zu Fischfutter) zugeführt wird, sondern ohne Grund leidet.

Ein Angler angelt mit dem Vorsatz, einen Fisch zu fangen - nur dieser Argumentation seitens der Fischereivereine und -verbände ist es zu verdanken, dass Naturschutz- und Umweltverbände keine Handhabe gegen die Sportfischerei haben. Man mag über den Sinn dieser Definition geteilter Meinung sein, möge aber vielleicht zum besseren Verständnis einmal versuchen, sich vorzustellen, man hinge selber plötzlich mit der Lippe an so einem Haken und würde von Jemandem, der halt Spaß daran hat, aus dem Wasser gezogen.

Fakt ist: eine 35er Bachforelle MUSS entnommen werden. Und auch ein 70er Hecht darf NICHT zurückgesetzt werden. Das Ganze ist auch kein Kavaliersdelikt. Im Gegenteil: Zuwiderhandlungen werden vom Gesetzgeber hart bestraft.

 

 

© Isabell Raschke 2008