Juni 2008: Stauwehr bei Trepmann komplett renaturiert

Der ein oder andere hat vielleicht in den letzten Wochen die Bagger am Stauwehr bei Trepmann bemerkt. Grund waren umfangreiche Baumaßnahmen des Kreises, bei denen das alte Stauwehr abgerissen und durch eine Art "Gebirgsstrecke" mit dicken Steinen und Felsen im Flussbett ersetzt wurde. Laut Europäischer Wasser-Rahmenrichtlinie sollen in den kommenden Jahren EU-weit künstliche Wasserhindernisse wie Stauwehre quasi "renaturiert" werden - sprich, sie werden abgerissen. An ihre Stelle kommen im Fall des Stauwehres bei Trepmann sogenannte "rauhe Rampen": der Gewässerboden wird auf eine relativ lange Strecke eingeebnet und bekommt so ein leichtes Gefälle. Damit der Sand nicht mit der Zeit komplett weggespült wird, werden dicke Steine und Felsen im Fluss verteilt. Nachdem, Steine, Felsen, Bagger und anderes schwere Gerät verschwunden waren, wurden die Uferböschungen wieder in den richtigen Neigungswinkel gebracht. Momentan sehen die Ufer daher noch etwas kahl aus, was sich aber bei den augenblicklichherrschenden Temperaturen schnell ändern dürfte. Gewässerwart Thomas Trute hat während der "Buddelphase" den Wandel vom Betonwehr zur naturnahen Flussstrecke mit der Kamera festgehalten.

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© Isabell Raschke 2008